Geschichte

Ende 1942 vom Reichsbahnneubauamt geplant, wurde das  "Barackenlager Neuaubing" wohl im Laufe des Jahres 1943 erstellt. Es beherbergte in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter aus mehreren Ländern, die zum einen in den damaligen Dornierwerken an der Limesstraße in Aubing, aber wahrscheinlich auch im Reichsbahnausbesserungswerk Neuaubing zum Einsatz kamen.
Nach Kriegsende wurden die Gebäude für kurze Zeit zunächst als Kriegsgefangenenlager, dann als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Ab 1950 diente das Lager als Wohnheim für Bundesbahnbedienstete und später als Lehrlingswohnheim.

Ab Anfang der 70er Jahre wurde das Gelände gewerblich genutzt. Zu Beginn der 80er Jahre richteten dann vermehrt Künstler ihre Ateliers dort ein und es entstand die heute noch bestehende gemischte Nutzung der Gebäude von Handwerkern und Künstlern.
Seit 1983 befindet sich in dem südöstlichen Gebäude der Kindergarten der Elterninitiative "Die Ehrenbürger".
Anfang der 90er Jahre zog in das nordwestliche Gebäude die Verwaltung der benachbarten Münchner Kinder- und Jugendfarm ein.

Das Bauensemble besteht im Wesentlichen seit seiner Errichtung unverändert. Es ist das letzte der über 400 Fremdarbeiterlager, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges im Großraum München entstanden waren. Jetziger Eigentümer des Geländes ist die Vivico Real Estate, die aus der Bundesbahn-Immobilienverwaltung hervorgegangen ist.

Seit 30.01.2009 nun hat das Gelände Ehrenbürgstraße 9 Ensembleschutz. Der Bau 5 steht als besonders schutzwürdig in der Denkmalliste. Die Splitterbunker auf dem Gelände sind als Bodendenkmäler eingetragen.

Somit ist ein erster und sehr wichtiger Schritt für den Erhalt der Bauten getan.

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